Zeigarnik Effect

Unerledigte Aufgaben bleiben uns besser im Gedächtnis als abgeschlossene. Der Zeigarnik-Effekt, ein psychologisches Phänomen, kann von UX-Designer:innen genutzt werden, um Nutzer:innen zu motivieren und ihr Engagement zu fördern.

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Zeigarnik-Effekt: Die Macht der unerledigten Aufgaben im UX-Design

Was ist der Zeigarnik-Effekt?

Der Zeigarnik-Effekt, benannt nach der russischen Psychologin Bluma Zeigarnik, beschreibt das Phänomen, dass Menschen sich besser an unerledigte oder unterbrochene Aufgaben erinnern als an abgeschlossene. Diese unerledigten Aufgaben erzeugen eine Art mentale Spannung, die uns dazu bringt, an sie zu denken und sie abzuschließen.

Ursprünge und Entwicklung

Bluma Zeigarnik beobachtete den Effekt erstmals in den 1920er Jahren, als sie Kellner:innen in einem Restaurant studierte. Sie stellte fest, dass die Kellner:innen sich besser an Bestellungen erinnern konnten, die noch nicht serviert waren, als an bereits abgeschlossene Bestellungen. Zeigarnik führte weitere Experimente durch und bestätigte ihre Beobachtungen.

Bedeutung für UX-Design

Der Zeigarnik-Effekt ist für UX-Designer:innen von großer Bedeutung, da er genutzt werden kann, um Nutzer:innen zu motivieren und ihr Engagement zu fördern. Indem Designer:innen ein Gefühl der Unvollständigkeit oder Spannung erzeugen, können sie Nutzer:innen dazu bringen, eine Aufgabe abzuschließen oder eine Aktion durchzuführen.

Praktische Anwendung im Webdesign

Im Webdesign kann der Zeigarnik-Effekt auf verschiedene Weise angewendet werden:

  • Fortschrittsanzeigen: Zeigen Sie den Fortschritt eines Nutzers:in bei einer Aufgabe an, z. B. durch einen Fortschrittsbalken oder eine Checkliste. Dies erzeugt ein Gefühl der Unvollständigkeit und motiviert den Nutzer:in, die Aufgabe abzuschließen.
  • Cliffhanger: Beenden Sie einen Inhalt mit einem Cliffhanger oder einer offenen Frage, um die Neugier der Nutzer:innen zu wecken und sie dazu zu bringen, weiterzulesen oder eine Aktion durchzuführen.
  • Gamification: Verwenden Sie spielerische Elemente wie Punkte, Abzeichen oder Level, um Nutzer:innen zu motivieren und ihr Engagement zu fördern.
  • Personalisierte Empfehlungen: Geben Sie Nutzer:innen personalisierte Empfehlungen für Inhalte oder Produkte, die sie interessieren könnten, um sie dazu zu bringen, mehr Zeit auf der Website zu verbringen.
  • Erinnerungen und Benachrichtigungen: Senden Sie Nutzer:innen Erinnerungen an unerledigte Aufgaben oder unvollständige Profile, um sie zur Rückkehr auf die Website zu bewegen.

Zusammenfassung

Der Zeigarnik-Effekt ist ein mächtiges Werkzeug im UX-Design, das genutzt werden kann, um Nutzer:innen zu motivieren und ihr Engagement zu fördern. Indem Designer:innen ein Gefühl der Unvollständigkeit oder Spannung erzeugen, können sie Nutzer:innen dazu bringen, eine Aufgabe abzuschließen oder eine Aktion durchzuführen. Dies kann zu einer höheren Conversion-Rate, längeren Verweildauern und einer insgesamt besseren Benutzererfahrung führen.

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Der Zeigarnik-Effekt besagt, dass unerledigte Aufgaben eine Art mentale Spannung erzeugen, die uns dazu bringt, an sie zu denken.