Tesler’s Law

Jedes System hat eine gewisse Komplexität, die nicht eliminiert werden kann. Tesler’s Law (Teslers Gesetz) fordert Designer:innen auf, diese Komplexität so weit wie möglich zu reduzieren, um die Benutzerfreundlichkeit zu maximieren.

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Tesler’s Law: Komplexität reduzieren für eine bessere User Experience

Was ist Tesler’s Law?

Tesler’s Law, auch bekannt als das Gesetz der Erhaltung der Komplexität, besagt, dass jedes System (sei es ein Softwareprodukt, eine Website oder ein physisches Gerät) eine gewisse inhärente Komplexität besitzt. Diese Komplexität kann nicht vollständig beseitigt werden, sondern nur von einer Stelle zur anderen verschoben werden. Die Aufgabe des Designers besteht darin, die Komplexität so zu verteilen, dass sie für den Benutzer möglichst gering ist.

Ursprünge und Entwicklung

Tesler’s Law ist nach Larry Tesler benannt, einem Informatiker, der bei Xerox PARC, Apple, Amazon und Yahoo gearbeitet hat. Tesler prägte das Konzept in den 1980er Jahren, als er an der Entwicklung von Benutzeroberflächen arbeitete. Er beobachtete, dass die Vereinfachung einer Funktion oft dazu führte, dass die Komplexität an anderer Stelle im System auftauchte.

Bedeutung für UX-Design

Tesler’s Law ist ein grundlegendes Prinzip im UX-Design, da es Designer:innen dazu auffordert, kritisch über die Komplexität ihrer Produkte nachzudenken. Indem sie die Komplexität reduzieren oder strategisch verlagern, können sie die Benutzerfreundlichkeit verbessern und die kognitive Belastung der Nutzer:innen verringern.

Praktische Anwendung im Webdesign

Im Webdesign kann Tesler’s Law auf vielfältige Weise angewendet werden:

  • Automatisierung: Automatisieren Sie sich wiederholende Aufgaben, um die Komplexität für den Benutzer zu reduzieren. Beispielsweise können Formulare automatisch ausgefüllt oder Suchergebnisse automatisch vervollständigt werden.
  • Standardwerte: Verwenden Sie sinnvolle Standardwerte in Formularen oder Einstellungen, um den Benutzer von unnötigen Entscheidungen zu entlasten.
  • Progressive Offenlegung: Zeigen Sie nicht alle Informationen oder Optionen auf einmal an, sondern geben Sie den Nutzer:innen die Möglichkeit, bei Bedarf weitere Details zu erfahren. Dies kann durch Akkordeons, Tabs oder modale Fenster erreicht werden.
  • Kontextbezogene Hilfe: Bieten Sie kontextbezogene Hilfe an, um Nutzer:innen bei Bedarf zu unterstützen, ohne sie mit zu vielen Informationen zu überfordern.
  • Benutzerfreundliche Fehlermeldungen: Wenn Fehler auftreten, sollten die Fehlermeldungen klar und verständlich sein und dem Benutzer helfen, das Problem zu lösen.

Zusammenfassung

Tesler’s Law ist ein wichtiger Leitfaden für UX-Designer:innen, um intuitive und benutzerfreundliche Produkte zu gestalten. Indem sie die Komplexität reduzieren oder strategisch verlagern, können sie die kognitive Belastung der Nutzer:innen verringern und die Benutzererfahrung verbessern. Es geht nicht darum, Komplexität vollständig zu eliminieren, sondern sie so zu gestalten, dass sie für den Benutzer möglichst einfach und verständlich ist.

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Tesler’s Law besagt, dass Komplexität in einem System nicht eliminiert, sondern nur verlagert werden kann.