Parkinson’s Law

Arbeit dehnt sich aus, um die dafür vorgesehene Zeit zu füllen. Dieses Phänomen, bekannt als Parkinson’s Law (Parkinsons Gesetz), ist nicht nur im Projektmanagement relevant, sondern beeinflusst auch das UX-Design, indem es die Effizienz von Aufgaben und die Wahrnehmung von Wartezeiten durch die Nutzer:innen betrifft.

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Parkinson’s Law: Zeitmanagement für eine effiziente User Experience

Was ist Parkinson’s Law?

Parkinson’s Law wurde 1955 von Cyril Northcote Parkinson formuliert. Ursprünglich bezog es sich auf die Bürokratie, kann aber auf viele Bereiche angewendet werden. Es besagt, dass Menschen dazu neigen, die gesamte ihnen zur Verfügung stehende Zeit für eine Aufgabe zu nutzen, unabhängig davon, wie lange die Aufgabe tatsächlich dauern würde.

Ursprünge und Entwicklung

Parkinson beobachtete dieses Phänomen in der britischen Verwaltung und stellte fest, dass die Anzahl der Beamten zunahm, obwohl die Arbeitsmenge gleich blieb oder sogar abnahm. Er führte dies auf die Tendenz zurück, Arbeit künstlich auszudehnen, um die verfügbare Zeit zu füllen.

Bedeutung für UX-Design

Parkinson’s Law hat wichtige Implikationen für das UX-Design:

  • Wahrnehmung von Wartezeiten: Nutzer:innen empfinden Wartezeiten oft als länger, wenn sie nicht wissen, wie lange sie dauern werden.
  • Aufgabenabschluss: Nutzer:innen neigen dazu, mehr Zeit für eine Aufgabe zu verwenden, wenn ihnen mehr Zeit zur Verfügung steht, was zu Ineffizienz führen kann.
  • Feature Creep: In der Produktentwicklung kann Parkinson’s Law zu einem übermäßigen Hinzufügen von Funktionen führen, die nicht unbedingt notwendig sind.

Praktische Anwendung im Webdesign

Im Webdesign kann Parkinson’s Law genutzt werden, um die Benutzererfahrung zu verbessern:

  • Ladezeiten: Zeigen Sie einen Fortschrittsbalken oder eine Animation an, um die Wartezeit während des Ladens einer Seite transparenter zu machen und sie kürzer erscheinen zu lassen.
  • Formulare: Setzen Sie klare Erwartungen an die Bearbeitungszeit von Formularen, indem Sie die Anzahl der Felder begrenzen und klare Anweisungen geben.
  • Aufgabenabschluss: Teilen Sie komplexe Aufgaben in kleinere Schritte auf und geben Sie den Nutzer:innen Feedback über ihren Fortschritt, um sie zu motivieren und die Effizienz zu erhöhen.
  • Feature-Priorisierung: Konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten Funktionen und vermeiden Sie es, unnötige Funktionen hinzuzufügen, die die Benutzererfahrung beeinträchtigen könnten.

Zusammenfassung

Parkinson’s Law erinnert UX-Designer:innen daran, dass die Zeitwahrnehmung der Nutzer:innen subjektiv ist und dass klare Erwartungen und effiziente Prozesse entscheidend sind. Indem sie die Prinzipien von Parkinson’s Law berücksichtigen, können Designer:innen die Benutzererfahrung optimieren, indem sie Wartezeiten reduzieren, Aufgaben effizienter gestalten und sich auf die wichtigsten Funktionen konzentrieren.

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Parkinson’s Law besagt, dass sich Arbeit ausdehnt, um die verfügbare Zeit zu füllen.