Miller’s Law

Unser Kurzzeitgedächtnis kann nur eine begrenzte Menge an Informationen gleichzeitig verarbeiten. Miller’s Law besagt, dass wir uns durchschnittlich 7±2 Informationseinheiten (Chunks) merken können. Dieses Prinzip ist im UX-Design entscheidend, um Informationsüberflutung zu vermeiden und die kognitive Belastung der Nutzer:innen zu reduzieren.

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Miller’s Law: Die magische Zahl 7±2 im UX-Design

Was ist Miller’s Law?

Miller’s Law, benannt nach dem Psychologen George A. Miller, besagt, dass das menschliche Kurzzeitgedächtnis eine begrenzte Kapazität von etwa 7±2 Informationseinheiten (Chunks) hat. Chunks sind bedeutungsvolle Einheiten, die aus mehreren Einzelinformationen bestehen können, z. B. eine Telefonnummer oder eine Gruppe von Wörtern.

Ursprünge und Entwicklung

Miller veröffentlichte seine Forschungsergebnisse 1956 in dem Artikel „The Magical Number Seven, Plus or Minus Two: Some Limits on Our Capacity for Processing Information“. Seine Erkenntnisse wurden zu einem grundlegenden Konzept in der Psychologie und Kognitionswissenschaft und haben weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Bereiche, einschließlich UX-Design.

Bedeutung für UX-Design

Miller’s Law ist für UX-Designer von großer Bedeutung, da es die kognitive Belastung der Nutzer:innen berücksichtigt. Indem sie die Informationsmenge auf ein überschaubares Maß reduzieren und Informationen in sinnvolle Chunks gruppieren, können Designer:innen die Benutzererfahrung verbessern und die Nutzer:innen dabei unterstützen, Informationen besser zu verstehen und zu behalten.

Praktische Anwendung im Webdesign

Im Webdesign kann Miller’s Law auf vielfältige Weise angewendet werden:

  • Navigation: Begrenzen Sie die Anzahl der Menüpunkte auf maximal 7±2, um die Navigation übersichtlich zu gestalten.
  • Inhalte: Gliedern Sie Inhalte in kleinere, überschaubare Abschnitte und verwenden Sie Überschriften und Zwischenüberschriften, um die Struktur zu verdeutlichen.
  • Formulare: Teilen Sie lange Formulare in mehrere Seiten auf und gruppieren Sie ähnliche Felder, um die kognitive Belastung zu reduzieren.
  • Telefonnummern: Gruppieren Sie Ziffern in Telefonnummern (z. B. 0123/456 789), um sie leichter merkbar zu machen.
  • Listen: Halten Sie Listen kurz oder teilen Sie sie in kleinere Abschnitte auf, um die Übersichtlichkeit zu verbessern.

Zusammenfassung

Miller’s Law ist ein grundlegendes Prinzip im UX-Design, das die begrenzte Kapazität unseres Kurzzeitgedächtnisses berücksichtigt. Indem sie die Informationsmenge reduzieren, Inhalte strukturieren und Informationen in sinnvolle Chunks gruppieren, können UX-Designer:innen die kognitive Belastung der Nutzer:innen verringern und die Benutzererfahrung verbessern.

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Miller’s Law beschreibt die begrenzte Kapazität unseres Kurzzeitgedächtnisses.