Jakob’s Law

Nutzer:innen verbringen die meiste Zeit auf anderen Websites und entwickeln dadurch bestimmte Erwartungen an das Design und die Funktionalität. Jakob’s Law besagt, dass Designer:innen diese Erwartungen berücksichtigen sollten, um eine intuitive und vertraute Benutzererfahrung zu schaffen.

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Jakob’s Law: Nutzererwartungen verstehen und erfüllen

Was ist Jakob’s Law?

Jakob’s Law, benannt nach dem Usability-Experten Jakob Nielsen, besagt, dass Nutzer:innen ihre Erwartungen und Erfahrungen von anderen Websites auf neue Websites übertragen. Sie bevorzugen Websites, die ähnlich funktionieren wie die Seiten, die sie bereits kennen. Dies bedeutet, dass Designer:innen bekannte Designmuster und Interaktionsmodelle verwenden sollten, um die Lernkurve zu verringern und eine reibungslose Benutzererfahrung zu gewährleisten.

Ursprünge und Entwicklung

Jakob Nielsen formulierte Jakob’s Law im Jahr 2000 und betonte damit die Bedeutung von Konsistenz und Vertrautheit im Webdesign. Das Gesetz basiert auf der Beobachtung, dass Nutzer:innen im Laufe der Zeit mentale Modelle entwickeln, die auf ihren Erfahrungen mit verschiedenen Websites basieren. Diese mentalen Modelle helfen ihnen, neue Websites schnell zu verstehen und zu nutzen.

Bedeutung für UX-Design

Jakob’s Law ist ein grundlegendes Prinzip im UX-Design, da es die Wichtigkeit der Nutzererwartungen hervorhebt. Indem sie bekannte Designmuster und Interaktionsmodelle verwenden, können Designer:innen:

  • Die Lernkurve reduzieren: Nutzer:innen müssen weniger Zeit damit verbringen, herauszufinden, wie eine Website funktioniert.
  • Fehler vermeiden: Nutzer:innen machen weniger Fehler, wenn sie mit vertrauten Elementen interagieren.
  • Die Effizienz steigern: Nutzer:innen können Aufgaben schneller erledigen, wenn sie nicht erst neue Interaktionsmuster lernen müssen.
  • Die Zufriedenheit erhöhen: Nutzer:innen sind zufriedener mit Websites, die ihren Erwartungen entsprechen.

Praktische Anwendung im Webdesign

Jakob’s Law kann im Webdesign auf vielfältige Weise angewendet werden:

  • Navigation: Verwenden Sie eine klare und konsistente Navigation, die den gängigen Standards entspricht.
  • Suchfunktion: Platzieren Sie die Suchfunktion an einer prominenten Stelle, z. B. oben rechts auf der Seite.
  • Formulare: Verwenden Sie bekannte Formularfelder und -layouts, um die Dateneingabe zu erleichtern.
  • Schaltflächen: Verwenden Sie klare und beschreibende Beschriftungen für Schaltflächen, die den Nutzer:innen anzeigen, was passiert, wenn sie darauf klicken.
  • Icons: Verwenden Sie allgemein verständliche Icons, um die Bedeutung von Funktionen und Aktionen zu verdeutlichen.

Zusammenfassung

Jakob’s Law ist ein wichtiger Leitfaden für UX-Designer:innen, um intuitive und benutzerfreundliche Websites zu gestalten. Indem sie die Erwartungen der Nutzer:innen berücksichtigen und bekannte Designmuster verwenden, können sie die Benutzererfahrung verbessern und die Zufriedenheit erhöhen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Jakob’s Law nicht bedeutet, dass alle Websites gleich aussehen sollten. Vielmehr geht es darum, ein Gleichgewicht zwischen Vertrautheit und Innovation zu finden, um eine einzigartige und dennoch benutzerfreundliche Erfahrung zu schaffen.

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Jakob’s Law betont die Wichtigkeit, bestehende Designkonventionen zu nutzen, um Nutzer:innen eine vertraute Erfahrung zu bieten.