Hick’s Law

Je mehr Auswahlmöglichkeiten wir haben, desto länger brauchen wir, um eine Entscheidung zu treffen. Dieses Prinzip, bekannt als Hick’s Law, ist ein wichtiger Faktor im UX-Design, da es die Entscheidungszeit in Relation zur Anzahl der Optionen setzt.

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Hick’s Law: Weniger Auswahl, schnellere Entscheidungen

Was ist Hick’s Law?

Hick’s Law, auch bekannt als Hick-Hyman Law, ist ein Modell aus der Psychologie, das beschreibt, wie die Reaktionszeit eines Menschen mit der Anzahl der verfügbaren Auswahlmöglichkeiten logarithmisch zunimmt. Je mehr Optionen zur Verfügung stehen, desto länger dauert es, eine Entscheidung zu treffen.

Die Formel für Hick’s Law lautet:

RT = a + b log₂(n)

Wobei:

  • RT = Reaktionszeit
  • a = Basisreaktionszeit (Zeit für die Wahrnehmung und Ausführung einer Aktion)
  • b = Die Zeit, die benötigt wird, um eine zusätzliche Auswahlmöglichkeit zu verarbeiten
  • n = Anzahl der Auswahlmöglichkeiten

Ursprünge und Entwicklung

Hick’s Law wurde nach den Psychologen William Edmund Hick und Ray Hyman benannt, die in den 1950er Jahren unabhängig voneinander Studien zur Beziehung zwischen Reaktionszeit und Anzahl der Auswahlmöglichkeiten durchführten. Ihre Forschungsergebnisse zeigten einen klaren Zusammenhang: Je mehr Optionen vorhanden waren, desto länger brauchten die Teilnehmer, um eine Entscheidung zu treffen.

Bedeutung für UX-Design

Hick’s Law ist für UX-Designer von großer Bedeutung, da es hilft zu verstehen, wie die Anzahl der Auswahlmöglichkeiten die Entscheidungszeit und damit die Benutzererfahrung beeinflusst. Indem sie die Anzahl der Optionen reduzieren und die Entscheidungsfindung vereinfachen, können Designer:innen die kognitive Belastung der Nutzer:innen verringern und die Benutzerfreundlichkeit verbessern.

Praktische Anwendung im Webdesign

Hick’s Law kann im Webdesign auf vielfältige Weise angewendet werden:

  • Navigation: Vermeiden Sie überladene Navigationsmenüs mit zu vielen Optionen. Verwenden Sie stattdessen klare Kategorien und Untermenüs, um die Auswahl zu strukturieren.
  • Formulare: Halten Sie Formulare kurz und übersichtlich, indem Sie nur die wirklich notwendigen Felder abfragen.
  • Produktseiten: Präsentieren Sie Produkte übersichtlich und gruppieren Sie ähnliche Produkte, um die Auswahl zu erleichtern.
  • Call-to-Action-Buttons: Verwenden Sie klare und prägnante Call-to-Action-Buttons, um die gewünschte Aktion des Nutzers zu fördern. Vermeiden Sie zu viele Buttons auf einer Seite.
  • Filter und Sortieroptionen: Bieten Sie Filter und Sortieroptionen an, um die Produktauswahl einzugrenzen und die Entscheidungsfindung zu erleichtern.

Zusammenfassung

Hick’s Law ist ein grundlegendes Prinzip im UX-Design, das die Beziehung zwischen Entscheidungszeit und Anzahl der Auswahlmöglichkeiten beschreibt. Indem sie die Anzahl der Optionen reduzieren und die Entscheidungsfindung vereinfachen, können UX-Designer:innen die kognitive Belastung der Nutzer:innen verringern, die Benutzerfreundlichkeit verbessern und letztendlich zu einer positiveren Benutzererfahrung beitragen.

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Hick’s Law besagt, dass die Entscheidungszeit mit der Anzahl der Auswahlmöglichkeiten zunimmt.